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M. Kawashima |
Schubert in seiner schönsten Klangpracht(...) Für Schubert eher untypisch, überwiegt in den schnellen Sätzen das virtuose Element. Souveränität und Präzision kennzeichneten das Akkord- und Oktavenspiel Kawashimas. Gepaart mit seinem herausragenden Gespür für die Musik entwickelte sich ein dichtes Geflecht von Emotionen, wie es schuberttypischer nicht hätte sein können. Ohne übertriebene Attitüde zelebrierte der 33-Jährige den Adagio-Satz der Fantasie. In den ersten Takten vermeinte man unvermittelt den Wanderer aus dem gleichnamigen Schubertlied D. 493 zu hören: "Die Sonne dünkt mich hier so kalt, (...) Ich bin ein Fremdling überall." Gefühl und Hingabe bis zur TotenglockeDie Thematik der dichten Athmospäre um Liebe, Emotionen und Tod nahm Kawashima auch im zweiten Teil seines Vortrags auf. Mit "El amor y la muerte" ("Die Liebe und der Tod") aus den "Goyescas", einer musikalischen Erzählung Enrique Granados, bewies der Japaner erneut sein Gespür für das narrative Spiel. Mit traumwandlerischer Sicherheit begleitete Kawashima das liebende Paar durch sehnende lyrische Melodienzweige, die am Schluss des Stückes auf die entfernt aber unnachgiebig klingende Totenglocke zusteuern. Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) / Westfälische Rundschau, Nr. 22 - Freitag, 25. Januar 2007Schubert mit viel Seele und BrillanzNeue CD von Preisträger Motoi KawashimaSchuberts c-Moll-Sonate, die erste der drei letzten Sonaten scheinen die Gewinner des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Dortmund besonders zu mögen. Filippo Faes, Preisträger 1989, hat sie auf seiner Sieger-CD eingespielt, auch Amir Katz, Gewinner des Jahres 2003, und jetzt auch der Japaner Motoi Kawashima, Preisträger des jüngsten Wettbewerbs 2005. Und an der Aufnahme hört man auch, wie der 33-Jährige sein Schubert-Spiel inzwischen verfeinert hat. Im Wettbewerb hat er die Sonate D 958 gespielt - auf der CD, die im Juli im Bochumer Thürmer-Saal aufgenommen worden ist, klingt sie noch spannender, dynamisch viel weiträumiger und in den wechselnden Tempi des ersten Satzes lebendiger. Versunkene Klang-Landschaften gräbt der Berliner in den runden, weichen Klängen des zweiten Satzes aus, brillant und federnd klingt die Rhythmik des Finale. Ruhr Nachrichten, Nr. 2 - Mittwoch, 3. Januar 2007 |
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